Die Kürbispflanze zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt

Die frühesten Kürbisfunde des gewöhnlichen Gartenkürbis (Cucurbita pepo) werden von Wissenschaftern um die Zeit von 10.700 bis 9.200 v. Ch. datiert und stammen aus dem Süden Mexikos. Vermutlich erst nach der Entdeckung Amerikas kam der Kürbis nach Europa. Ein wichtiger Punkt hierbei: die Kürbiskerne waren hart beschalt – was allen Pflanzenarten innerhalb der Kürbisgewächse ursprünglich eigen ist. Nichtsdestotrotz hat man schon im 18. Jh. in der Steiermark nachweislich Kürbiskernöl aus diesen beschalten Kernen gewinnen können. Erst Ende des 19. Jh. entstand, innerhalb der zur Ölgewinnung angebauten Kürbisse, eine weichschalige Mutante: der uns heute bekannte Steirische Ölkürbis (Cucurbita pepo var. styriaca). Diese natürliche Mutation, die Reduktion der harten Samenschale auf ein dünnes Silberhäutchen, erleichterte den Bauern die Ölgewinnung wesentlich.

„Inzwischen können wir auf über hundert Jahre Erfahrung und erfolgreiche Verarbeitung, der dickbauchigen, dunkelgrünen und „schalenlosen“ Kürbiskerne bei der Kernölgewinnung zurückblicken.“